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VDMA Studie Produktpiraterie 2012

03.01.2013 | id:783674

Mehr als zwei Drittel der Unternehmen sind von Produkt- oder Markenpiraterie betroffen. Der geschätzte Schaden für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau beträgt 7,9 Milliarden Euro jährlich. Das bedeutet einen Anstieg um 24 Prozent gegenüber der letzten Umfrage von 2010. Ein Umsatz in der Schadenshöhe von 7,9 Milliarden Euro würde der Branche knapp 37.000 Arbeitsplätze sichern. Neben dem Umsatzverlust und dem Verlust von Arbeitsplätzen kommen monetär schwer zu bewertende Folgen, wie Imageverlust, Verlust des Marktvorsprungs oder Regressanforderungen.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

405 Unternehmen haben sich an der Studie beteiligt (2010: 326 Unternehmen).

  •  67 Prozent der Unternehmen sind von Produktpiraterie betroffen (2010: 62 %).
  •  Der geschätzte Schaden für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer in 2011 beträgt 7,9 Milliarden Euro, eine Steigerung um 24 Prozent (2009: 6,4 Milliarden Euro).
  •  Der Umsatzverlust von 7,9 Milliarden Euro entspricht knapp 37.000 Arbeitsplätzen.
  •  9 von 10 Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern sind betroffen.
  •  Am stärksten betroffene Branchen mit jeweils 91 Prozent sind Textilmaschinen, Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik sowie Kunststoff- und Gummimaschinen.
  •  Komponenten wurden am häufigsten plagiiert, bei ganzen Maschinen ist wieder ein Zuwachs zu verzeichnen.
  •  Patente und Marken stiegen als verletzte Schutzrechte stark an.
  •  China ist als Herstell- und Vertriebsregion für Plagiate erstmals rückläufig, Plagiate aus Deutschland legen stark zu.
  •  Produktpiraten agieren im Vertrieb immer stärker weltweit.
  •  58 Prozent der Unternehmen werden von Kunden auf Plagiate aufmerksam gemacht.
  •  44 Prozent der Unternehmen ergreifen keine Maßnahmen, nachdem Plagiate entdeckt werden.
  •  Produktkennzeichnungen, z.B. Hologramme, Data-Matrix-Codes oder RFID-Funketiketten, werden bereits von 40 Prozent der Unternehmen eingesetzt.
  • Die Eigenentwicklung von unternehmensspezifischen Schutzmaßnahmen ist stark rückläufig. Unternehmen setzen vermehrt auf am Markt erhältliche Standards.

Die komplette Studie steht zum Download bereit. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Zimmermann.

Zimmermann, Steffen
Zimmermann, Steffen
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